Ski-Equipment – Was muss ich wissen?

„Glück kann man nicht kaufen“ aber Ski-Equipment schon …

Dieser Spruch könnte auch auf einer Tasse oder einem T-Shirt stehen. Allerdings ist ein bisschen was Wahres dran!
Ziemlich alle Wintersportler*innen erinnern sich an das erste eigene Equipment!

Vielleicht die ersten Skier als Weihnachtsgeschenk oder die ersten selbst gekauften Skischuhe im Sale.
Dieser Moment ist einzigartig und nicht zu wiederholen …

Naja irgendwie ja schon, denn man erinnert sich auch an den zweiten, dritten oder vierten Ski ! Heute geht es um Material und was du beim Kauf immer beachten solltest. Beim ersten und auch bei jedem weiteren Mal!

Der Skischuh

Deine Skischuhe sind das Verbindungsstück von Körper und Ski. Die Schuhe tragen dich den ganzen Tag über die Piste. Manchmal auch darüber hinaus in die Après-Ski Hütte.
Das gilt für Snowboarder*innen wie für Skifahrer*innen.
Der Schuh ist das Herzstück des Equipments. Denn sie machen den ganzen Skitag erst möglich.

Warum fangen wir mit Schuhen an? Es geht doch um Skifahren und man denkt, dass Wichtigste ist der eigene Ski ?
Doch wenn man sich eigenes Equipment zulegt lernt man schnell dazu. Es gibt viele passende und tolle Skier.

Aber es gibt nur EINEN passenden Schuh für dich!

Ein guter Schuh

ist ein passender Schuh! Das ist die goldene Regel und mehr braucht man eigentlich gar nicht sagen. Wir erklären aber was das heißt und wie du sicherstellst, dass du den Richtigen findest.
Skischuhe haben vereinfacht gesagt … verschiedene Merkmale:

1. Der Härtegrad, wird auch Flex genannt. Man gibt den Flex von 70 – 140 an. Je größer der Wert, desto härter der Schuh. Allerdings sind die Zahlen nicht genormt. Das heißt sie variieren von Hersteller zu Hersteller.

2. Die Größe, bei Skischuhen wird einheitlich in der japanischen Schuhgröße angegeben. 270 oder 27,0 steht dabei für 27cm.
Hinweis: Dabei wird die Länge des Innenschuhs gemessen. Die Außenschale ist immer für eine ganze Nummer gleich groß (z.B. 27,0 & 27,5)

3. Die Breite, ist ein entscheidender Faktor ob dir der Schuh passt oder nicht.
Ein klassischer Anfängerfehler, wenn der Schuh nicht passt, eine Nummer größer wählen. Natürlich wird der Schuh auch bei größeren Größen breiter, aber dann ist es wohl nicht der passende Schuh für dich und du wirst Kontrolle einbüßen.

4. Die Passform, unterscheidet sich bei Skischuhen durch die Formung der Ferse und des Knöchelbereichs. Hier gibt es verschiedene Vorlieben und man muss herausfinden welcher Hersteller oder welches Modell am besten passt.

5. Die Sohle, ist selbst bei hochwertigen Skischuhen nicht immer gut. Es gibt individuell anpassbare oder auch vorgefertigte Sohlen. Das hat einen enormen Einfluss auf Passform und dein Wohlbefinden im Schuh.
Empfehlung: Wer sich eigene Schuhe leistet, sollte sich auch eigene Sohlen kaufen und am besten sogar angepasst wie z.B. von Sidas

Man sieht, es gibt Einiges zu beachten beim Schuhkauf, deshalb …

Beratung muss sein!

Ein Schuh sitzt perfekt wenn …
a) … du mit durchgestreckten Zehen leicht vorne anstößt
b) … du mit gebeugten Knien keinen Kontakt spürst, aber das Ende des Schuhs erahnen kannst
c) … der gesamte Fuß Kontakt zum Innenschuh hat ohne das sich Druckstellen bilden
d) … er individuell auf dich angepasst wird (Innen- und Außenschuhe)

Wer eine persönliche Beratung vor Ort bevorzugt, vor allem beim ersten Schuh, kann uns im Düsseldorfer Showroom besuchen kommen und sich dort beraten lassen. Das passende Equeipment kann selbstverständlich hier auch direkt gekauft und mitgenommen werden.

Der Ski

Wie zuvor schon gesagt, sind die Skischuhe enorm wichtig. Denn mit dem Wohlfühlen von den Füßen steht und fällt der Skitag. Manchmal ruiniert ein Schuh sogar den ganzen Urlaub! Doch nun zum eigentlich Star des Equipments: der Ski!

Skier sind die Verbindung zwischen dir und der Natur. Mit den scharfen Kanten gleitest du über die Piste oder durch den frischen Tiefschnee. Wenn du dir überlegst einen Ski zu kaufen, mach dir klar was du brauchst! Stell dir vielleicht einmal folgende Fragen und beantworte diese möglichst ehrlich.

 

1. Wie viel Erfahrung hast du und wie gut fährst du wirklich? (Anfänger o. Profi)
2. Bist du eher sportlich oder gemütlich unterwegs? (Sportsgeist o. Genießer)
3. Welches Terrain benutzt du am meisten? (Piste o. Powder)

Wenn du dir immer noch unsicher bist, lass dich doch einfach bei uns beraten. Oder nutze die Filterfunktion im Onlineshop. Am Telefon oder vor Ort im Shop sollten dir unsere Mitarbeiter*innen auch genau diese Fragen stellen und Fragen zu den Modellen beantworten können. Vielleicht wirst du auch nach deiner Körpergröße und deinem Gewicht gefragt, denn auch dass sind Faktoren die bei der Skiwahl eine große Rolle spielen.

Empfehlung: Versteif dich nicht zu sehr auf eine Marke. Die Unterschiede zwischen den Herstellern sind sehr gering. Es gibt von jedem Hersteller Skier für jedes Können. Wenn du besonderen Wert auf Qualität und Materialien legst, können wir dir unser Stöckli Sortiment ans Herz legen. Einer der wenigen Hersteller,der  sogar bei Einsteiger Skiern auf einen Holzkern, ein eigenes „Ski-Design“ und hochwertige Verarbeitung setzt. Außerdem gibt es extra für Stöckli einen tollen Online-Ski-Konfigurator!

Skikategorien

Da sich die Hersteller immer mehr aneinander angepasst haben, sollte man gewisse Skikategorien und Begriffe kennen und wissen was sie bedeuten.

Racer

Die sportlichsten Modelle im Skibereich sind alle darauf ausgelegt Performance für die Piste zu bieten. Sie erfordern ein hohes Fahrniveau, sind bissig und bieten Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten. Folgende Modelle gehören dazu:

  • SL – Slalom, Skier die sich durch einen sehr kleinen Radius und Sportlichkeit auszeichnen. Diese Kategorie hat einen Radius von 9-14 Metern, sie sind maximal 170cm lang und werden meistens unter Körpergröße gefahren.
  • GS – Giant Slalom, Skier die sich durch maximale Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten und großen Radien auszeichnen.Diese Skier wollen in Körpergröße +- 5 CM gefahren werden. Radius mind. 17 Meter.
  • FIS, Rennski aller Art, die den geltenden Bestimmungen des Internationalen Skiverbands (FIS) genügen.

Allrounder

Allrounder zeichnen sich durch etwas mehr Komfort und Alltagstauglichkeit als die Racer aus. Sie sind etwas drehfreudiger, sind meistens etwas breiter geschnitten und erlauben es auch mal von der Piste auf leichtes Gelände zu wechseln.

  • SC – Ist der Sportler unter den Allroundern und könnte auch noch in die obere Kategorie reinpassen. Der Radius liegt zwischen 13 und 17 Metern, meistens ist dieser Ski der alltagstauglichere Ski (im Vergleich zu den Racern) und bietet trotzdem genügend Performance. Er sollte in Körpergröße oder knapp unter Körpergröße gefahren werden.
  • Genuss Carver – Diese Bezeichnung findet man immer wieder in der Beschreibung von Skiern. Das steht dafür, dass der Ski relativ leicht gebaut ist, sodass man den ganzen Tag gemütlich übersteht. Er bietet hohe Drehfreudigkeit und einfaches Handling bei stabilen Bedingungen. Wird es eisiger oder schneller, kann er mit der Performance eines SC nicht mithalten. Allerdings überzeugt der Komfort

Allmountain

Bei der Kategorie Allmountain gibt es keine eigenen Bezeichnungen. Diese Skier unterscheiden sich durch die Breite und den Shape. Dieser Skier sind sehr speziell. Sie sind leicht zu kontrollieren, drehfreudig aber bieten kaum Geschwindigkeitskontrolle zumindest auf der Piste. Es gibt allerdings trotzdem zwei verschiedene Arten an Allmountain. Für beide gilt: sie sollten in Körpergröße oder knapp über Körpergröße gefahren werden (+ 5cm).

  • On-Piste Allmountain – 90-120mm Breite, das ist die Range in der sich wirkliche Allmountain Skier bewegen. Diese Skier zeichnen sich durch eine hohe Drehfreudigkeit, tolle Talierung, größere Radien auf der Piste und Spielfreudigkeit im Gelände aus.
  • Off-Piste Allmountain – 120-140mm Breite, diese Skier lassen sich wirklich schön nur im Gelände fahren. Sie sind ausdrücklich nicht! für die Piste gemacht.

Fazit

Eigenes Material lohnt sich immer! Viel Spaß beim Aussuchen eurer neuen Sachen im Onlineshop oder vor Ort im Showroom. Und genießt es beim Ausprobieren im Schnee!