Wake – Europameisterschaft 2016, Tel Aviv – Nachbericht

Die aufmerksamen Leser unseres Blogs wissen, dass in den letzten zwei Wochen eines der Highlights im Bereich Wakeboarding am Cable stattgefunden hat. Europas Elite im Wakeboarding und Wakeskating fand sich in der israelischen Metropole Tel Aviv ein und besetzte für zwei Wochen den Lake TLV im süd-östlichen Menachem Begin Park. Ein Event mit allem Drum und Dran was das Wake-Herz begehrt. Selbstverständlich mit professioneller Organisation und Ablauf, schließlich ging es hier nicht nur um Kohle oder Trophäen, es ging um den ehrenvollen Titel des Europameisters! Da kann man die Erwartungen schon etwas nach oben schrauben. Was sollen wir sagen, genau so kam es. Der IWWF und E&A Nations haben beste Arbeit geleistet und ein Event auf qualitativ höchstem Niveau auf die Beine gestellt. So wie es sich für eine Europameisterschaft gebührt.

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photo: instagram.com/laketlv

Schon ein Blick über den See mit seinem 840 Meter langen Rixen Cable System, ließ mit 8 Obstacles aus dem Hause Unit und einer Menge Platz für Inverts die Vorfreude überkochen. Am liebsten hätten wir die Boards ausgepackt und wären selbst die ein oder andere Runde über den See geheizt, doch zu wissen dass die Besten der Besten es in den kommenden Tagen ordentlich krachen lassen würden, reichte vollkommen aus. Eine kleine Tücke brachte das Cable jedoch mit sich. Mit seinen 9,80 Metern Höhe ist die Anlage etwas niedriger als die meisten Cable Parks und damit eine kleine Umgewöhnung nötig.

Die Offiziellen Trainings starteten am Freitag den 16. September. Früh morgens wurden allen Teams Trainingszeiten eingeräumt, um allen Ländern die gleichen Voraussetzungen zu gewährleisten und den öffentlichen Betrieb der Anlage mit dem Event unter einen Hut zu bekommen. Die meisten Teilnehmer reisten jedoch schon eine Woche früher an und absolvierten während des regulären Betriebes die eine oder andere Trainingseinheit um bestmöglich auf die unbekannte Anlage eingestellt zu sein.

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photo:instagram.com/gino_wetzels

Schon das Training ließ großes erwarten und so wurde die Eröffnungsfeier am Montag noch einmal zur Geduldsprobe. Es war kaum auszuhalten endlich richtig in das Event einzusteigen und die ersten Runs zu beobachten. Dienstagmorgen 08.00 Uhr Ortszeit war es soweit. Die Qualifikation Wakeskate Junior Ladies startete und war damit der Startschuss für die EM 2016 in Tel Aviv. Nun ging es Schlag auf Schlag und der straffe Zeitplan wurde fast schon mit eiserner Härte durchgezogen. Bei so vielen Klassen und Teilnehmern war die Organisation ohnehin eine absolute Meisterleistung und fordert ein großes Maß an Respekt.

Die Klassen unterschieden sich grundsätzlich in die Bereich Wakeboard und Wakeskate. Diese wurden gemäß des Geschlechts und der Altersklasse weiter unterteilt. So wurde in 13 verschiedenen Disziplinen der Europameister bzw. Europameisterin bestimmt. Einige der jeweiligen Klassen wurde auf Grund der Größe des Teilnehmerfeldes in verschiedene Gruppen unterteilt. So musste sich im Qualifying, angefangen übers Halbfinale, ins Finale gekämpft werden. Wer sich im Qualifying nicht im ersten Versuch für die Halbfinals durchsetzen konnte bekam in den LCQs eine weitere Chance sich zu qualifizieren.

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photo:instagram.com/julia_rick

Gerade für das deutsche Team war die Europameisterschaft ein voller Erfolg. Bei sieben der dreizehn Wettbewerbe konnte das Podium mit deutscher Beeilung besetzt werden. So gelang es der 18 jährigen Vanessa Weinhauer die Klasse Junior_Ladies_Wakeboard für sich zu entscheiden und legte ein paar Tage später nach und bestätigte ihre Leistung in der Klasse der Open_Ladies_Wakeboard und belegte einen souveränen dritten Platz. Auch unsere deutsche Ausnahmesportlerin Julia Rick, die für Ronix und Ion auf dem Wasser steht, glänzte erneut mit einer herausragenden Leistung und sicherte sich ihren vierten EM-Titel in Folge. Bei den Herren sorgte der israelische Fahrer, Guy Firer, für eine Sensation. Unter der Woche sicherte sich der grade mal 19 jährige Ronix Fahrer zunächst die goldenen Medaille in der Junior_Men Klasse und katapultierte sich am darauf folgenden Wochenende bei den Open_Men ebenfalls auf die oberste Stufe des Treppchen. Moritz Thiele sorgte für eine deutsche Beteiligung im Bereich Wakeskate. Der Berliner sicherte sich in einem spannenden Finale den ersten Platz in der Klasse Open_Men. Noch zu erwähnen sei der grade einmal 15 jährige Florian Weiherer. Der junge Ion Team-Rider fuhr in der Altersklasse Junior_Men_Wakeboard auf den dritten Platz und konnte sich im Bereich Junior_Men_Wakeskate zusätzlich noch das Ticket fürs Finale sichern.

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photo:instagram.com/milestoeller

Hier haben wir noch mal alle Ergebnisse für euch in der Übersicht.

Wir sind von diesem Event begeistert. Die Qualität auf dem Wasser war einfach unglaublich und wir gratulieren natürlich jedem einzelnen Teilnehmer! Doch keine Sorge, auch wenn wir mittlerweile Ende September haben, ist die Wake-Season noch nicht vorbei. Nach der EM steht selbstverständlich noch die WM an. Die besten Wakeboarder und Wakeskater der Welt treffen sich im November in Mexiko und werden sich eine ordentliche Wasserschlacht liefern. Wir von Warehouse One sind selbstverständlich mit von der Partie. Also haltet die Stellung, der nächste Blog-Beitrag kommt!

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photo: instagram.com/guyfirer