Interview mit Gino Wetzels – Wakeboard EM 2016 in Tel Aviv, Israel

Vom 18. bis 24. September 2016 laden die Israeli Water Ski Federation und der Cable Ski Club Lake TLV alle Mitglieder der IWWF und E&A Nations zu den diesjährigen europäischen Meisterschaften in Wakeboard und Wakeskate am Cable in Tel Aviv, Israel ein.

Der Lake TLV liegt im südlichen Menachem Begin Park.

Das in 2012 fertig gestellte Cable-System aus dem Hause Rixen bietet auf einer Länge von 840 Metern und einer Höhe von 9,80 Metern Platz für 10 Abnehmer.

Eine Liste mit den voraussichtlichen Obstacles:

  • XL-Kicker (Unit) & S-Kicker (Rixen)
  • L-Kicker Rixen
  • Butter-Box (Rixen)
  • Kaesen unit signature
  • Elephant (Rixen)
  • Funbox & L-Kicker (Rixen)
  • Roof-Top (Rixen)
  • Long-Box (Rixen)
  • Steffen Vollert two (unit)

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Wir sind für euch in das ruhige und abgelegene Örtchen namens Effeld gereist. Hier am Amici Beach Cable Park treffen wir Gino Wetzels, eines der aufblühenden deutschen Talente im Wakeboarding, bei seiner Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Tel Aviv.

Hey Gino, alles fit bei dir?

Super, Danke! Bei dir?

Alles cool! Stell dich doch mal kurz für alle die dich noch nicht kennen vor.

Ja, Hi! Ich bin Gino Wetzels, bin 16 Jahre jung und komme aus Obspringen. Ich fahre seit ca. vier Jahren Wakeboard und verbringe vier bis sechs Stunden täglich auf dem Wasser.

Das ist ja schon eine Menge Zeit die du täglich am See verbringst. Wie vereinbarst du das mit Schule, geht das klar?

Ja! Ich hab einen super Stundenplan, täglich nur bis 13 Uhr Schule und da unser Anlage fast immer bis Sonnenuntergang auf hat, hab ich auch mega viel Zeit nach der Schule noch zu trainieren. Ich schaffe es eigentlich immer noch ein paar Runden zu drehen.

Wann wurde deine Leidenschaft für Wakeboarding geweckt?

Ich war mal mit der Familie in München unterwegs und da haben wir einfach nach einem Badesee gesucht und da sind wir auf Wake und Ski Schwanendorf gestoßen. Da habe ich erst mit Wasserski angefangen, weil ich noch ein bisschen Angst vor dem Wakeboard hatte, meine Schwester ist aber direkt mit dem Wakeboard gestarten, und ja, nach einer Stunde bin ich auch aufs Wakeboard umgestiegen und das hat mich direkt gepackt.

Wie alt warst du da?

Ich war 11 Jahre alt. Dann bin ich zwei Jahre gar kein Wakeboard gefahren, weil es durch andere Hobbys und Aktivitäten zeitlich nicht gepasst hat. Dann hat meine Schwester wieder angefangen und damit auch ihr neues Hobby gefunden und da wurde ich dann mitgezogen und so bin ich Ende 2012 in Langenfeld wieder aufs Wakeboard gestiegen.

Nun wissen wir und jeder der dich mal am Cable gesehen hat, dass du ein sehr facettenreicher Fahrer bist. Was macht dir am meisten Spaß – Inverts oder Plastik?

Am Anfang war es das Plastik, weil einfach die Angst vor den Inverts noch ein wenig da war. Aber mittlerweile sind die Inverts einfach das Ein und Alles. Die mach ich einfach am liebsten. Dennoch ist Plastik auch wichtig. Es gibt viele internationale Contests bei denen es nur um Plastik geht. Ein Allrounder zu sein ist am besten.

Wie ist das bei Contests, werden Inverts und Tricks an Obstacles gleich gewertet oder gibt es es da eine Art Gewichtung der Judges?

Ja es kommt drauf an, bei manchen Contests zählen Inverts 70% und Obstacles 30%. Aber meistens ist es 50/50. Das ist zum Beispiel beim IWWF Verband so. Genau wie die EM jetzt, die wird auch vom IWWF veranstaltet, da ist es auch 50/50. Klar, kann man durch die Inverts mehr Punkte erreichen wenn man da eine Combo erstellt. Also eine Aneinanderreihung von Inverts. Dadurch fallen die Obstacles so ein bisschen weg, weil man links zum Beispiel den Invert springt und dadurch rechts das Obstacle nicht zu fahren ist.

Was sind denn momentan die Top 3 aus deiner Trick-Kiste?

Auf jeden Fall der Railey BS 5! Dann der normale Raily 5 und der Front KGB Tailgrab.

Was macht dir aufm Plastik am meisten Spaß?

Zeachen! (lacht)

Du hast dich ja auf den Wake Masters im wunderschönen Hamburg für die EM qualifiziert. Gratulation dazu! War dir nach deinem Run direkt klar, dass du qualifiziert bist oder hast du erst mal in Ruhe den 2. Platz gefeiert?

Danke! Joa, im Prinzip habe ich meinen 2. Platz gefeiert. Aber wir waren halt 17 Starter und vom deutschen Verband wurde mir halt gesagt, dass ich dadurch, dass ich eine Wildcard für die EM bekomme, einfach nur an den Start gehen muss damit ich eine gewisse Punktzahl erreiche. Ich glaube das war der 15. Platz für den man schon Punkte bekam und ich einfach nur internationale Punkte brauchte. Von daher habe ich mir eigentlich keinen großen Kopf gemacht, aber war natürlich super cool dann doch noch unter den ersten drei dabei zu sein.

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Wie sieht denn so dein Trainingsplan für die EM aus?

Bor, ich hab gar keinen richtigen Trainingsplan. Bei mir ist das im Prinzip so, ich fühle halt morgens wenn ich aufstehe: „Ok! Das ist ein guter Tag. Heute ist auf jeden Fall ein Tag um neue Tricks zu üben!“ Dann geh ich auch ganz anders und motivierter ran und übe irgendwelche neuen Tricks, die ich noch nicht kann oder versuche halt die Tricks, die ich grad so kann, mega zu beherrschen. Manchmal chill ich auch einfach nur aufm Wasser mit irgendwelchen Buddys, fahren hintereinander und legen irgendwelche Lines hin. Aber so einen richtigen Trainingsplan habe ich nicht. Das ist je nach dem wie ich mich fühle und wie motiviert ich an dem Tag bin.

Wie machst du das im Contest? Legst du dir deinen Run vorher zu recht oder gehst du einfach aufs Wasser und schaust was geht?

Den Run lege ich mir auf jeden Fall zurecht. Da habe ich auch einen mega coolen Kollegen, den Leroy Ney, der mich da unterstützt.  Er hat viel Ahnung vor allem was die Wertung und so angeht.

Das heißt du und Leroy seid gute Buddys, fliegt ihr zusammen zur EM?

Ja genau! Mega cooler Typ! War jetzt auch mit ihm in Hamburg gewesen. Der geht auf jeden Fall gut ab und ist echt ein entspannter Typ. Und ja, wir reisen da jetzt zusammen hin und werden gut abhängen und shredden und gucken was dann beim Wettbewerb geht.

Ansonsten, begleiten dich deine Eltern oder noch weitere Kollegen nach Tel Aviv?

Ich hab mega viele Kollegen einfach so in der Wakeboard-Szene und wir sind halt im Prinzip alle miteinander da, das ist ganz cool!

Wie sieht das mit der Finanzierung aus, kommen deine Sponsoren oder der Verband für die Kosten auf?

Also ein Teil kommt von den Sponsoren, was halt super cool ist! Ich hab Release Clothing als Klamottensponsor, somit bin ich da halt komplett versorgt. Dann fahre ich für Jobe. Wenn meine Erfolge weiterhin so stimmen, kann ich da dem international Team beitreten sobald ich 18 werde und natürlich für den Shop direkt am Amici Cable Park. Da habe ich halt die Möglichkeit morgens um 9 Uhr, wenn noch keiner auf der Bahn ist, fahren zu können um Clips für Instagram oder Vimeo und auch für Jobe  und Release drehen zu können. Da komme ich schon gut zurecht.

Welches Setup fährst du gerade bzw. wirst du bei der EM fahren?

Ich bin Anfang der Saison erst das Breach gefahren. Ein super cooles Board. Das ist das Signature Board von Dominik Gührs,  super cool bei Inverts, hat mega Pop, mega schnell auf der Kante, aber auch cool um zu zeachen. (lacht) Macht auf jeden Fall Bock! Jetzt bin ich aber auf das Conflict umgestiegen, da ich einfach mit jedem Board Erfahrungen machen will und das gefällt mir genauso gut. Im Moment fahre ich die Evo Bindung. Bin die auch auf dem Breach gefahren und komme einfach mega gut mit ihr zurecht.

Wenn man sich den Cable Park hier so anschaut lässt sich direkt erkenne dass die Bahn zwar extrem hoch ist, jedoch kaum Plastik zu finden ist. Wie kommt es, dass du neben den Inverts auch bei Obstacles technisch so gut drauf bist?

Also ich komm halt von der Blauen Lagune. Da hatten wir den mega Obstacle Park mit 12 Obstacles. Von daher konnte ich da einiges üben und mitnehmen. Ansonsten bin ich viel mit Buddys unterwegs, fahren verschiedenen Spots an, so wie letztens auch den Wake Beach 257 mit den neuen Unit Obstacles. Macht auf jeden Fall Bock und ist auch mal was anderes den ganzen Tag keine Inverts zu springen und nur Obstacles zu fahren. Das reizt mich mittlerweile genauso wie Inverts.

Wie sieht das denn im Winter bei dir aus, die Saison ist ja bald vorbei, wie hältst du dich da fit?

Jetzt direkt wenn ich von der EM zurück komme fliege ich für neun Tage mit einem Kollegen zum Hypnotics Cable Park in die Türkei. Eine hohe Anlage perfekt für Inverts, jede menge Unit Obstacles, die Bungalows stehen direkt am See, zum fahren und chillen einfach perfekt.

Wie sehen deine Chancen bei der EM aus? Klar gewinnen ist immer das Ziel aber ab welcher Platzierung würdest du mit einem lächeln nach Hause fliegen?

Also ich fliege schon mit einem lächeln hin. Das ist meine erste Saison im gehobenen Bereich des Wakeboarden. Ich bin bei meiner ersten deutschen Meisterschaft direkt unter den Top 5 gewesen, was für mich gar nicht vorstellbar war. Joa und jetzt bei der EM teil zu nehmen und einfach Fahrer ausgeschaltet zu haben, die schon vier/fünf Jahre dabei sind, ist schon Bestätigung genug. Da reicht es einfach dabei zu sein. Klar ist gewinnen cool und bringt auch viel, aber dabei sein reicht mir schon.

Perfekt! Vielen Dank für das Interview!

Ich hab zu Danken!

Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg bei der EM.

Vielen Dank!

 

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